Kinderlosigkeit

Immer mehr Paare sind heutzutage betroffen von der Kinderlosigkeit. Die Ursachen dafür sind sehr vielfältig. Manche machen dafür die zunehmende Belastung durch Umweltschadstoffe verantwortlich, andere betrachten die immer grösser werdende Hektik, den hohen Leistungsdruck und den damit zusammenhängenden psychologischen Stress als Hauptursache. Meist ist es jedoch das Zusammenspiel verschiedener Ursachen, welche die Entstehung einer Schwangerschaft verunmöglichen. Aber auch die mit der Kinderlosigkeit verbundenen Umstände wie der zunehmende Erwartungsdruck, den die Paare zum Teil sich selbst, oder den das familiäre Umfeld an das Paar weitergibt, sind eine zusätzliche Belastung, denen das Paar ausgesetzt ist.In diesem Spannungsfeld begibt sich das Paar dann auch noch in aufwendige Abklärungen und schlussendlich in Behandlung.

Die heutigen Behandlungsmethoden zeigen erstaunliche Resultate. Um so wichtiger ist dabei aber die Besinnung auf eigene moralische Wertvorstellungen und damit verbunden das bewusste Setzen von Grenzen. Diese Umstände bedürfen einer besonderen Aufmerksamkeit. Jedes Paar hat für sich seine eigenen Motivationen, Erwartungen und Bedürfnisse, was die Abklärung und Therapie der Kinderlosigkeit betrifft. Ein ausführliches Gespräch zu Beginn einer Abklärung soll Klarheit verschaffen. Wichtig sind auch wiederholte Gespräche während der Behandlung mit fortwährender Information. Gelegentlich ist der Beizug einer psychologisch geschulten Fachperson unumgänglich.

Was braucht es eigentlich zum schwanger werden?

Im wesentlichen Spermien, eine freigesetzte Eizelle, einen Eileiter zum Transport der Eizelle und eine Gebärmutter mit Schleimhautauskleidung, um die befruchtete Zelle aufzunehmen. Die Spermien müssen in ausreichender Zahl vorhanden sein und die Mehrzahl davon sollte sich gut vorwärts bewegen. Ausserdem sollte nur ein kleiner Teil abnorme Formen zeigen. Die Eizelle wird normalerweise in der Mitte des Zyklus beim Eisprung freigesetzt. Dieser Vorgang wird durch Hormone der Hirnanhangsdrüse gesteuert. Störungen können durch andere Hormone der Hirnanhangsdrüse, des Eierstockes selber oder der Nebenniere ausgelöst werden. Die Eizelle muss dann frei in die Bauchhöhle austreten können, was wiederum durch Verwachsungen nach Infektionen, Operationen oder Endometriose verhindert werden kann. Bei der Endometriose handelt es sich um eine Erkrankung, bei welcher Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter vorhanden ist und welche Zysten, Verwachsungen und Veränderungen der Eileiter verursachen können. Der Transport der Eizelle erfordert einen Eileiter, welcher offen durchgängig ist und in der Lage ist, mit seinen Flimmerhärchen die Eizelle in die Gebärmutter zu transportieren. Die Gebärmutter sollte normal geformt sein und gleichmässig von der Gebärmutterschleimhaut ausgekleidet sein. Angeborene Formfehler, Tumoren der Gebärmutter oder Verwachsungen sind Ursachen für eine gestörte Einnistung.

Abklärungen

Die Abklärungen richten sich nach den oben erwähnten Voraussetzungen. Die Spermienuntersuchung steht in der Regel am Anfang der Abklärungen. Bei der Frau werden dann die entsprechenden Hormone im Blut kontrolliert. Das Wachstum des Eibläschens kann mit dem Ultraschall überwacht werden. Mit der gleichen Untersuchung lassen sich Formfehler der Gebärmutter erkennen. Die Durchgängigkeit der Eileiter kann auf verschiedene Arten untersucht werden. Die am wenigsten belastende Untersuchung stellt wiederum die Ultraschallmethode dar, bei welcher ein Kontrastmittel in die Gebärmutter gespritzt wird. Dieses kann beim Durchtritt durch die Eileiter verfolgt werden. Die Eileiterdurchgängigkeit kann aber auch mittels Röntgenuntersuchung oder gar durch die operative Bauchspiegelung durchgeführt werden. Bei vermuteten Veränderungen in der Bauchhöhle ist die Operation unumgänglich. Wir werden in jedem Fall die Ihrer Situation am besten angepasste Methode vorschlagen.

Behandlungsmethoden

Die Auswahl der Behandlung erfolgt wenn möglich nach der zugrunde liegenden Ursache. In jedem Fall sollte bei geplanter Schwangerschaft für eine genügende Zufuhr an Folsäure gesorgt werden. Schädigende Einflüsse sollten bereits zu diesem Zeitpunkt vermieden werden. Störungen des Hormonhaushaltes können zum Teil medikamentös behandelt werden. Verschlüsse der Eileiter können mittels einer Operation behandelt werden, das Resultat ist jedoch von der Transportqualität des Eileiters abhängig. Häufig sind die Ursache der Verschlüsse durchgemachte Infektionen, welche gleichzeitig auch die Flimmerhärchen betreffen. Ansonsten muss eine Methode gewählt werden, welche den Eileiter umgeht. Auch Probleme der Gebärmutter wie Verwachsungen oder Myome können grossenteils operativ behandelt werden. Die männlichen Ursachen sind eher schwierig zu behandeln, es stehen aber heute Befruchtungsmethoden zur Verfügung, welche diesen Umständen Rechnung tragen. Vielfach ist aber keine sichere Ursache zu finden.

Zyklusüberwachung

Bei der Zyklusüberwachung wird mit dem Ultraschall der optimale Zeitpunkt für das Eintreten einer Schwangerschaft festgelegt.

Stimulation

Sind Störungen der Reifung des Eibläschens oder fehlende Eisprünge die Ursache, so wird dieser Vorgang mit Medikamenten stimuliert. Zuerst mit Tabletten, eventuell später mit Spritzen. Auch hier ist eine gute Überwachung Voraussetzung, um Komplikationen zu vermeiden. Die Hauptprobleme sind Mehrlingsschwangerschaften und Überstimulationen.

Insemination

Bei dieser Methode wird der männliche Samen aufbereitet und zum Zeitpunkt des Eisprungs in die Gebärmutter gespritzt. Sie kommt nur in ausgewählten Situationen zum Einsatz.

IVF (in vitro fertilisation)

Dabei handelt es sich um die künstliche Befruchtung ausserhalb des weiblichen Körpers. Nach einer Stimulation werden die Eizellen mit einer Nadel abgesaugt, mit den Spermien zusammengebracht und nach einer Bebrütungszeit werden die befruchteten Eizellen in die Gebärmutter eingelegt. Bei schlechter Spermienqualität können die Spermien auch mit einer mikroskopischen Nadel in die Eizelle eingespritzt werden.
Gerne führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch über Abklärung und Behandlung und begleiten Sie während dieser Zeit.

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